Über die Körperkraft von Sprache

Petra Gehring

Abstract


"Meine These wird zugespitzt lauten, daß der verletzende Sprechakt gerade keine Sprachhandlung mehr darstellt, sondern sich tatsächlich einer stummen Handlung, einem Schlag, einem Hieb annähert. Hier wirkt nicht die Sprache verletzend, sondern hier fungiert die Sprache als Ding. Sie verwandelt sich – auch wenn Wörter gesagt werden mögen – in ihrem Sinn, in der Art ihrer physischen Qualität, zu einer physischen Handlung der Person, die spricht, und sie wird nicht „wie“, sondern tatsächlich auch als eine physische Berührung wirksam, als ein Schlag, als ein Akt – im Grenzfall: der Vernichtung der Physis des Gegenübers erlebt."

ARTIKEL IST WEGEN PUBLIKATION AN ANDERER STELLE am 18.03.2006 AUS DEM BESTAND GENOMMEN WORDEN.